Einführung von Werkrealschulen neuen Typs

Stadtblattartikel vom 28.10.09

Der Landtag hat am 30.7.09 das Gesetz zur Einführung der Werkrealschulen neuen Typs beschlossen. Um die Vorgaben zu erfüllen, ist eine stabile Zweizügigkeit gefordert. Aufgrund sinkender Schülerzahlen an den Hauptschulen müssen die Standorte von vier auf zwei reduziert werden. Nachdem die Landesregierung ihre zaghafte Bildungspolitik fortführt und am dreigliedrigen Schulsystem festhält, muss die Kommune nun schauen, wie sie das Beste daraus macht. Der Vorschlag der Verwaltung, die Standorte an der Geschwister-Scholl-Schule, der Internationalen Gesamtschule und Albert-Schweitzer-Schule einzurichten, hat zur Folge, die Hauptschulzweige der Heiligenberg- und Waldparkschule zu schließen. Warum diese Auswahl? Viel Geld wurde in die Sanierung und den Ausbau der Schulen in Kirchheim und Pfaffengrund investiert, so dass die Räumlichkeiten vorhanden sind. Dies ist in den beiden anderen Schulen nicht gegeben. Meiner Meinung nach müssten folglich erhebliche, kostenaufwendige Baumaßnahmen stattfinden. Außerdem sind beide potenziellen Standorte gut an den ÖPNV angebunden. Was passiert mit den geschlossenen Hauptschulen? An der Heiligenbergschule könnte die Grundschule ausgeweitet und die Betreuungssituation verbessert werden. An der Waldparkschule wäre Platz für die Französische Vor- und Grundschule. Was passiert wenn jetzt keine Entscheidung fällt? Wenn man sich nicht auf den aus meiner Sicht guten Vorschlag der Verwaltung einigen könnte, hätte man zum neuen Schuljahr `veraltete` Haupt- und Werkrealschulen und die Schülerinnen und Schüler werden in die Umlandgemeinden, die die neue Werkrealschule einführen, abwandern. Heidelberg würde so als Standort unnötig geschwächt.

 

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