Erklärung der SPD Pfaffengrund

Ortsverein

Der SPD Ortsverein Pfaffengrund sieht sich veranlasst, durch die Anschuldigungen gegen unseren Genossen und Pfaffengrunder SPD-Stadtrat Mathias Michalski, nun Stellung zu beziehen.

Unsere ursprüngliche Hoffnung, dass durch ausführliche Gespräche mit allen Beteiligten die Vorgänge - die Fußball-Abteilung des TSV Pfaffengrund betreffend -, die vorgebrachten Vorwürfe gegen Mathias Michalski sich relativieren, versachlichen und sich klären ließen und man damit den immer noch kursierenden Gerüchten, dass Mathias Michalski Gelder des TSV privat verwendet habe, der Boden entzogen würde, haben sich leider nicht erfüllt. Unserem Ansinnen, die im Raum stehenden Beschuldigungen offen zu legen und damit auszuräumen, um einerseits deutlich zu machen, dass dem TSV kein Schaden entstanden ist und andererseits den Ruf unseres Stadtrates nicht durch im Raum kursierende Gerüchte zu beschädigen, wurde leider nicht hinreichend Rechnung getragen, so dass wir folgende Sachverhalte klar stellen müssen:

1 Mathias Michalski hat keine Gelder des Vereins für sich verwendet.

2 Mathias Michalski hat Gelder der Abteilung Fußball und zum Teil Gelder des Fördervereins entgegen dem ursprünglich vorgesehenen Verwendungszweck ohne Absprache – jedoch immer nur für andere Zwecke der Abteilung Fußball - verwendet.

3 Mathias Michalski hatte für eine getätigte Ausgabe keinen Beleg vorzuweisen.

4 Dem Verein ist kein Schaden entstanden.

Mathias Michalski hat als Schüler die Abteilung Fußball übernommen. Obwohl er über kein oder kein nennenswertes Einkommen verfügte, rechnete er nie Auslagen wie Telefon, Benzin oder Spesen ab. Ganz im Gegenteil, als die Waschmaschine der Abteilung kaputt war, wusch er zu Hause die Trikotwäsche der Mannschaft.

Die ihm vorgeworfene eigenmächtige Mittelverwendung für andere Zwecke innerhalb der Abteilung Fußball wurde zu Recht beanstandet. Satzungswidrig ist das im juristischen Sinne im Übrigen nicht. Außerdem ist festzuhalten, dass dieser Umstand dem Verein nicht völlig unbekannt gewesen sein kann. Laut Aussage vom Verein wusste man, dass beispielsweise der Trainer nicht für die vom Verein bereit gestellte Aufwandsentschädigung arbeitet. Die Leistungsträger der Mannschaft, von denen drei allein annähernd 80 Tore in der Saison schossen, bekamen ihren Aufwand auch von diesen nicht zweckentsprechend verwendeten Mitteln erstattet. Neben der zu Recht ihm vorzuwerfenden mangelnden Absprache innerhalb der Vergabe von Mitteln an Trainer und Spieler muss erwähnt werden, dass Mathias Michalski sich fortwährend um Sponsorengelder bemüht hat, aus deren Ertrag dann Mittel für die Mannschaft hätten aufgebracht werden sollen. Diese Mittel standen allerdings nicht im vollen Umfang bereit, als man sie für die Mannschaft gebraucht hat.

Mit Vertretern des TSV Pfaffengrundes und unseres SPD Ortsvereins wurde vereinbart, dass Mathias Michalski diese entgegen dem Ursprungszweck verwendeten Beträge nach oben aufgerundet zurückerstattet, was dann auch unmittelbar geschehen ist. Damit hätte die Sache eigentlich erledigt sein sollen. Mathias Michalski hat für den Erfolg der Fußballmannschaft und den Aufstieg in die Kreisklasse A die Zeche im wahrsten Sinne aus eigener Tasche bezahlt. Für uns bleibt der fade Beigeschmack, dass jene die ihn nun richten und in der Saison völlig am Geschehen unbeteiligt waren, dabei schlichtweg übersehen, dass es ohne die ehrenamtliche Arbeit von Mathias Michalski den Aufstieg der Fußballmannschaft in die Kreisklasse A mit großer Wahrscheinlichkeit nicht gegeben hätte.

Festzuhalten bleibt, dass man sich gerade im Ehrenamt an Spielregeln zu halten hat, das gilt für alle Beteiligten. Nur wer nichts macht, macht keine Fehler; aber: wer andere ins Abseits stellt, riskiert selbst ein Tor zu kassieren.

Wir stehen hinter unserem Genossen und Stadtrat Mathias Michalski. Es wäre zu wünschen, dass alle unbeteiligten Beteiligten den guten Willen und Erfolg der Arbeit von Mathias Michalski anerkennen und auch ihren Beitrag dazu leisten, um endlich den unhaltbaren Unterschlagungs- und Betrugsvorwürfen Einhalt zu gebieten.

Für den Vorstand der SPD Pfaffengrund
Marianne Carver, Claus Wichmann, Emmerich Martin, Jürgen Huntscha, Thomas Cieslok, Doris & Peter Metzger, Anita Koch

 
 

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Blick aus dem Gemeinderat

von Mathias Michalski

Korrekturen in der Politik

Wenige Tage ist es nun her, dass die Heidelberger Bürgerinnen und Bürger einen Gemeinderatsbeschluss korrigiert haben. Es war der zweite Bürgerentscheid in Heidelberg binnen weniger Jahre. Die rechtliche Hürde für die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger ist in Baden-Württemberg hoch, so dass es bewundernswert ist, dass sich soviele Heidelberginnen und Heidelberger für ihre Stadt interessieren. Doch was ist der Grund, dass soviele Bürgerentscheide politische Entscheidungen kassieren? Ist es Politik am Bürger vorbei? Ist es eine mangelnde frühzeitige öffentliche Beteiligung? Oder war es schlichtweg die Tatsache, dass es schwer vermittelbar ist, auf der einen Seite Millionen in die Hand zu nehmen und auf der anderen Seite strikte Sparsamkeit zu predigen? Es war ein deutliches Signal der Heidelbergerinnen und Heidelberger, dass man seine Hausaufgaben nicht vergessen soll, bevor man sich zum spielen mit den Freunden trifft. Das nächste Projekt, welches dringend der Befragung der Bürgerinnen und Bürger bedarf, ist der Neckarufertunnel. Die Entscheidung über dieses Riesenprojekt muss von der Politik direkt in die Hände der Wähler gegeben werden. Die SPD hat sich klar zu einem Bürgerentscheid in Sachen Tunnel bekannt und damit auch ein wichtiges Wahlkampfversprechen weiter vorangetrieben, nämlich mehr direkte Demokratie! Korrekturen durch den Wähler sind für die Akzeptanz der Politik extrem wichtig. Die nächste Chance zur Korrektur, haben die Wähler am 27. März 2011 bei der Landtagswahl.

Die SPD-Fraktion wünscht allen Heidelbergerinnen und Heidelberger erholsame Urlaubs- und Ferientage. Schauen Sie doch einmal beim Sommerfest der SPD Pfaffengrund am 14. August ab 11 Uhr beim Gesellschafthaus vorbei